Mittwoch
04. November
2026
20 - 21:45 Uhr
Nord-Süd-Haus
Steinberggasse 18
8400 Winterthur

Haiti ist nicht hoffnungslos

                                                

Lesung und Diskussion mit Toni Keppeler

                   

Haiti sei «das ärmste Land der westlichen Hemisphäre». So steht es in so gut wie jedem Zeitungsartikel über diesen karibi- schen Staat. Und doch ist Haiti reich an Geschichte, Kultur und Menschlichkeit. Dieses Buch erklärt, wie Haiti nach dem erfolgreichen Sklavenaufstand gegen die französische Kolonialmacht gezielt zu einem postkolonialen Armutsstaat gemacht wurde und warum trotzdem der Wider- standsgeist von damals bis heute nicht gebrochen wurde. Es zeigt anhand des Zombie, der in Wirklichkeit ganz anders
ist als die von der US-Filmindustrie erfun- dene Horrorfigur, wie Haitianer die Welt sehen, wie sie fühlen und wie sie ihre ein- zigartigen Traditionen bis heute schützen. Zum ersten Mal in deutscher Sprache wird die Geschichte Haitis von unten erzählt.
Sie handelt von einfachen Leuten, deren Vorfahren aus Afrika verschleppt und ver- sklavt wurden. Von Menschen, die auf der karibischen Insel eine neue einzigartige Kultur geschaffen haben, die ihnen die Kraft gab, das napoleonische Heer unter hohem Blutzoll zu vertreiben. Sie verteidigen diese Kultur bis heute, gegen alle Versuche, sie als hinterwäldlerisch und unzivilisiert darzu- stellen. Und sie kämpfen noch immer um ihre Befreiung, auch gegen die eigene Elite.

                                   

    

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Unser Gast

Toni Keppeler, Unser Gast
Toni Keppeler, 1956 geboren,
berichtet seit über vier Jahrzehnten über Lateinamerika und die Karibik. Er verbrachte viele Jahre in Zentralamerika, war Korrespondent verschiede- ner deutschsprachiger Medien und lehrte Journalismus an der Zentralamerikanischen Universität in San Salvador.
Er lebt heute in Tübingen, arbeitet als freier Journalist und Buchautor und reist noch immer regelmäßg nach Latein- amerika und in die Karibik, nach Haiti zuletzt 2025. Für seine Reportagen wurde er un- ter anderem mit dem Theodor- Wolff-Preis ausgezeichnet.

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